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Eine Reise in die Harmonie

Wenn ich bereit bin, beginnt es. Ich gehe zu dem Ort, für den ich mir Veränderung wünsche. Genau dorthin, wovon ich eigentlich fliehe oder was ich weg haben will. Jetzt gehe ich hinein, gehe in die Verbindung und löse mich von der Abhängigkeit immer in Bezug zu sein. Ich will nicht mehr im Hinterkopf haben, dass es anders sein soll. Ich will nicht mehr daran kleben, als ob ich es bräuchte. Ich sehe jetzt hin und mehr als das.

 

Langsam sinke ich hinein. Da ist dieses Gefühl der Grenze, aber ich bleibe beharrlich. Nicht hartnäckig, aber entschlossen. Ich atme und mit dem Atem öffnet sich der Ort. Mein Atem geht tief, geht genau dorthin. Ich will nicht weg, will nicht wohin, spüre nur und genieße dieses Empfinden dort.

 

Hier, genau hier, wird Veränderung beginnen. Ich will da sein, wenn es passiert, will mitgehen. Es weitet sich, durchdringt mich und ich versuche nicht die Bedeutung zu verstehen. Ich bin dabei, mehr nicht, aber dass ganz klar.

 

Ein Seufzer verändert etwas. Und dann will es raus. Ich drücke es aus. Mein Körper zeichnet Spannungen in den Raum. Ich fahre meine Krallen aus, zeige meine Zähne und fauche, wie zur Warnung. Springe im Eck und drehe meine Kreise, tauche auf und ab, werde laut und ganz leise.

 

Ich folge. Da ist es im Körper, dieses Wissen um den nächsten stimmigen Schritt. Hingabe an die Wellen und Fluten der Energie. Ich lebe ganz aktiv. Lebe, in die Veränderung hinein. Gehe mit der Dissonanz, dem Chaos, dem Destruktiven in mir und ehe ich es merke wandelt es sich.

 

Etwas befriedet sich im Ausdruck. Und irgendwie komme ich an, werde ruhiger. Der Sturm zieht vorüber, mein Schrei wird zum Lied, mein Ausbruch zum Tanz, mein Geist wird Poet. Alles verwandelt sich und ich liege mittendrin. Die Wogen werden wieder glatt. Die Harmonie kehrt ein.

 

Ich bin gegangen und bin erfahren, reich an Erleben. Das ist Veränderung. Der Ort ist nicht mehr der Selbe, aber ich prüfe ihn nicht. Jetzt dürfen sich neue Gedanken dazu einstellen. Meine Haltung dazu ist offen. Ich steige nicht mehr in die selben Strukturen und Stimmungen.

 

Es ist wie ein Bogen von hier nach dort in Farbe. Ich war bereit zu reisen und nun bin ich angekommen für einen Moment. Gewiss wird mich wieder etwas auffordern und wenn ich bereit bin, kann es losgehen in ein neues Verständnis von Dasein.

 

Janika

 

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